In amerikanischen Foren gibt es eine urbane Legende, den „Slenderman“. Ein riesiger, unheimlicher Mann mit einem leeren Gesicht und schlacksigen Gliedmaßen. Das Ding wurde ursprünglich als Maskottchen verwendet. Man versteckte es beispielsweise in Bildern (so a la „Wo ist Waldo?“). Lustigerweise entwickelte das Ding aber ein Eigenleben und es gab später nicht nur Augenzeugen, die „Begegnungen“ mit dem Cyberwesen gehabt haben wollen, sondern es tauchten auch Fotos auf, die den Slenderman zeigen…

Seit 2012 gibt es ein Computerspiel: „Slender – The Eight Pages“ welches kostenlos zum Download gibt. Dies simuliert eine „Slenderjagt“.

Im Juni 2014 heizte ein Fall aus dem US-Bundesstaat Ohio die öffentliche Debatte um fiktionale Figuren an, nachdem zwei 13-jährige Mädchen mit einem Küchenmesser auf eineMitschülerin eingestochen hatte. Die Mädchen sagten nach der Tat aus, dass der Slenderman Sie auf die Tat verführt habe. Slenderman-Erfinder Eric Knudsen drückte sein öffentliches Bedauern aus, weist jedoch darauf hin, dass die Figur des Slenderman weder Heranwachsende dazu bewusst anleitet, Menschen zu verletzen oder zu töten, noch selbst jemals sichtbare Gewalt ausübt.