Poltergeister

Als Poltergeist bezeichnet die Parawissenschaft ein weltweit verbreitetes Phänomen, mit dem sich auch die Parapsychologie, die Psychologie, die Psychiatrie und die Dämonologie befassen. Es soll eine bestimmte Form von Geistern und Dämonen sowie deren vorgebliches Wirken beschreiben. In der klassischen und modernen Definition ist hauptsächlich das angebliche Treiben von Poltergeistern gemeint.

Poltergeistern wird nachgesagt, dass sie sich in Häusern und regelmäßig besuchten Gebäuden einnisten, sich dort durch übernatürliche Geschehnisse – wie zum Beispiel Klopfgeräusche und umherfliegende Möbel – bemerkbar machen und die dort ansässigen Bewohner oder Besucher gezielt schikanieren. Der Geist selbst ist nach Aussage Betroffener gestaltlos und manifestiert sich auch nicht. Poltergeistaktivitäten unterscheiden sich der Parawissenschaft zufolge von traditionellem Spuk durch ihre kurze Dauer und ihre vornehmlich physisch-akustisch wahrnehmbare Natur. Wissenschaftler, Psychologen und Kirche stehen der Erklärung des Phänomens als „übernatürliches“ Geschehen durch die Parapsychologie ablehnend gegenüber. Für die Existenz von Poltergeistern fehlt jeder wissenschaftliche und damit glaubwürdige Beweis, zumal auch viele der vorgeblichen Erscheinungen als Betrug entlarvt werden konnten.

In der westlichen Folklore, besonders in den USA und in Europa, werden Poltergeister oft als die Seelen Verstorbener angesehen, die eines plötzlichen, meist gewaltsamen Todes starben bzw. getötet wurden, oder als das Werk von Elfen und Kobolden verstanden. In Japan und China werden Poltergeistaktivitäten bestimmten Dämonen wie den Bakeneko, Nekomata und Rokurokubi zugeschrieben. Aufgrund der Gewalt und Zerstörungswut, die mit Poltergeistaktivitäten einhergehen, werden Poltergeister stets als bösartig wahrgenommen und eingestuft. Poltergeister sind in einigen Regionen auch als „Neckgeist“ oder „Klopfgeist“ bekannt.