Geocaching

Geocaching, auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geografischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist auch die Suche ohne GPS-Empfänger möglich.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder „Owner“ (englisch für „Eigentümer“) − die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen. Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass von anderen anwesenden Personen das Vorhaben nicht erkannt wird und so der Cache Uneingeweihten verborgen bleibt.

Geocaches gibt es weltweit – und inzwischen im All. Der britische Astronaut Richard Garriott legte diesen Cache 2010. und es ist sogar erlaubt. Groundspeak erklärte in den Guidelines: „Wir haben Caches im Weltall freigegeben und werden das weiterhin tun, z. B. in der Internationalen Raumstation oder auf dem Mars„. Auch 2300 Meter – am Tiefsten Punkt des Meeres – legte der Brite einen Cache (bisher ungeloggt).
Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 von Ferenc Franke südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen First Germany. Im Februar 2013 wurde dieser leider Archiviert! Der wohl älteste, in Deutschland noch aktive Cache ist unseren Erachtens nach Medieval View in Rheinland-Pfalz (GC26C).