Babysitter and the Clown

Im Theater fällt einem Ehepaar ein, dass es vergessen hat, der neuen Babysitterin eine Handynummer zu geben, mit der es im Notfall zu erreichen ist. Der Mann geht raus ins Foyer und ruft zuhause an. Die Studentin notiert sich die Nummer und fragt bei der Gelegenheit, ob sie im Elternschlafzimmer fernsehen darf.
Denn das TV-Gerät dort ist an eine Satellitenschüssel angeschlossen, während im Wohnzimmer nur wenige Kanäle zu empfangen sind, damit die Kinder nicht so oft vor der Glotze hocken.
Klar, sagt der Mann, kann sie tun.

Gerade als er das Gespräch beenden will, möchte die Babysitterin noch etwas loswerden: Ob sie vielleicht die lebensgroße Clownsfigur neben dem Kleiderschrank außer Sichtweite schieben dürfe – irgendwie sei der Anblick etwas gruselig und mache sie nervös.
Der Mann wird bleich und schreit die Studentin an, sie solle auf der Stelle mit den Kindern die Wohnung verlassen und zu den Nachbarn laufen. Das Ehepaar rast nach Hause und alarmiert noch unterwegs die Polizei, die gleichzeitig mit den Eltern eintrifft. Mit der Babysitterin durchsuchen sie das Schlafzimmer.
Die Rollläden sind hochgezogen, das Fenster steht weit offen, die Clownsfigur ist verschwunden.

John Wayne Gacy
John Wayne Gacy | Bild: biography.com

Info

Die Geschichte basiert auf der den Ereignissen und der Jagd nach dem Serienkiller John Wayne Gacy. Gacy ist für die Vergewaltigung und Tötung von 33 Jungen und jungen Männern in den Jahren 1972 bis 1978 verantwortlich. Er erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die längste Strafe, die über einen Serienmörder verhängt wurde: Er erhielt 21 mal lebenslänglich und 12 mal die Todesstrafe und wurde 1994 im Stateville Correctional Center hingerichtet. Die Medien tauften ihn damals „Clown-Killer“, da er sich bei Straßenfesten, immer als Clown verkleidete und so die Kinder unterhielt.