Die Da Vinci-Verschwörung

Spätestens seit Dan Browns Roman „Sakrileg“ befindet sich die Menschheit in der Zeit der Spiritualität. Brown sagt auf den ersten Seiten von Sakrileg: „Sämtliche in diesem Roman erwähnten Werke der Kunst und Architektur und alle Dokumente sind Wirklichkeits- bzw. Wahrheitsgetreu wiedergegeben.“ Doch wie viel Wahrheit beinhaltet der Roman, der von dem „Da Vinci-Code“ erzählt?

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Die Konferenz von Nizäa: War Jesus verheiratet?

Brown erzählt in seinem Roman, wie es zu der Verschwörung kam. Schon das Buch „Heilige Gral und seine Erben“ aus dem Jahr 1982 erzählte von der Verschwörung. Brown schrieb, dass die Organisation Prievre de Sion berichtet, dass eine Konferenz in Nizäa (Türkei) von 321 Bischöffe sich zusammen schloss um der Frage nachzugehen, ob Jesus der Schöpfer ist oder nur ein Sohn deines Zimmermannes. Dies sei im Jahr 325 nach Christus Geburt gewesen. Außerdem, so Brown, sei Jesus dort erstmals Erwähnt worden sein. Sollte dies Stimmen, ist das komplette Neue Testament auf einer Lüge aufgebaut.

Weiter stellte die Konferenz, laut Brown, sich die Frage, ob Jesus mit Maria Magdalena heimlich verheiratet gewesen sei. Beweise hierfür stellt unter anderem das Phillippusevangelium auf. Dort wird berichtet, dass Jesus Maria Magdalena geküsst habe. Jedoch waren Freundschaftliche Küssen damals nichts ungewöhnliches. Das Phillippusevangelium beschreibt in dem Vers 32 „Es waren drei die allezeit mit dem Herrn wandelten: Maria, seine Mutter, und Ihre Schwester und Magdalene, die man seine Gefährtin nennt“ (Phillippus 32).

Sarah soll die Tochter von Jesu und Maria Magdalena gewesen sein. Ihr Leib, der Jesu Nachkommenschaft getragen habe, sei der legendäre Heilige Gral, wie man in dem kodiertem Gemälde sehen könne. Jedoch gibt es keine hundertprozentige Beweise, dass Jesus eine Tochter hat. In anderen gnostischen evangelien sei sogar von zwei Söhnen die Rede.

 

Das Abendmal

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Das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci

In dem Roman spielt das Gemälde „Das Abendmal“ die wichtigste Rolle. Dort soll es verschiedene Hinweise auf den Heiligen Gral geben. Unter anderen wird behauptet, dass die Person zur rechten Jesu statt den Jünger Johannes, Maria Magdalena darstellen soll. Da Vinci habe die Arme von Jesus und der vermeintlichen Maria Magdalena so gemalt, dass eine V-Form dargestellt wird. Dies sei in frühen Zeiten das Zeichen für Weiblichkeit gewesen. Außerdem sieht „Johannes“ sehr Weiblich aus, hat auch einen leichten Brustansatz.

2007 entdeckte ein Informatiker und eine Kunsthistorikerin in dem Gemälde eine „Hymne an Gott“. Diese werden durch die Brötchen auf dem Tisch und den Gesten der Hände dargestellt. Das Ergebnis sei eine 40 Sekunden lange Meldodie, die himmlich klingen soll. Der Informatiker las die Noten allerdings von rechts nach links, anderstherum gaben Sie keinen Sinn.

Was ist nun wahr und was ist erfunden?

Es ist wahr, dass sich im Jahr 325 Bischöfe in Nizäa getroffen haben. Jedoch gingen Sie der Frage, ob Jesus der Schöpfer ist nicht nach! Lediglich beschlossen die Bischöfe und kanpp 2000 weitere Teilnehmer, dass heutige Glaubensbekenntnis (auch Bekenntnis von Nizäa genannt). Die Organisation Prievre de Sion ist ebenfalls von Brown eine erfundener Geheimbund. Nirgens gibt es Quellen, die bestätigen können, dass es diesen Bund jemals geben haben soll.

Maria Magdalena wird in der Bibel nirgendwo als Hure oder Sünderin bezeichnet. Sie war Jesus äusserst dankbar und verehrte ihn, weil er sie von sieben Dämonen befreit hatte. Sie gehörte zu einer Gruppe Frauen, die ihn und die zwölf Jünger auf ihren Reisen materiell unterstützten (Lukas 8,2-3).  Auch dass Sie bei der Kreuzigung von Jesus schwanger gewesen sei, steht in der Bibel nirgends geschrieben und ist wohl nur Fantasie des Autors Dan Brown.

Dass es einen Da Vinci-Code geben soll, zeigt wohl die versteckten Noten im Gemälde „Das Abendmal“. Wenn diese eine Hymne an Gott darstellen soll, denke ich dass dies der Da Vinci-Code sein soll. Ne andere Theorie kann ich mir nicht vorstellen.

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