Die Selbstmord-Achterbahn: Euthanasia Coaster

So sollte die Achterbahn mal aussehen. Die Höhe beträgt etwa 510 Meter. Gesamt hätte die Achterbahn die Länge von 7.544 Metern.

Bei dem Euthanasia Coaster handelt es sich um ein sehr schräges Projekt des litauischen Ingenieur Julijonas Urbonas. Menschen die mit dem Gedanken spielen sich selber umzubringen, soll die Achterbahn anlocken – denn diese soll dies ermöglichen. „Einen schmerzfreier Tod“ schreibt er auf seiner Homepage. Er zeichnete im Jahr 2010 erstmals Pläne für die Achterbahn, nun sucht er Sponsoren, die den Bau der Selbstmordachterbahn ermöglichen sollen.

Wie soll der Euthanasia Coaster funktionieren?

Wer sich in das selbstmörderische Fahrgeschäft setzt, fährt nach dem Start in einem einzelnen Sitz 500 Meter nahezu kerzengerade in die Höhe. Damit übertrifft der Euthanasia Coaster die derzeit höchste, nicht-tödliche Achterbahn der Welt – die 139 Meter hohe Kingda Ka in New Jersey – um mehr als das Dreifache. Zwei Minuten dauert die Fahrt auf die Parabelspitze. Währenddessen hat der Passagier laut Julijonas Urbonas genügend Zeit, über sein Leben und seine Entscheidung, sich dieses zu nehmen, nachzudenken. Mit der zunehmend extremer werdenden Höhe fungiert die langsame Fahrt auf 500 Meter also als eine Art Test über Leben und Tod mit der einzigen Frage: Will ich mir wirklich das Leben nehmen?

Oben angekommen, hat der Fahrer nun ein letztes Mal die Chance, sein Vorhaben abzubrechen. Tut er das nicht, eröffnet er mit einem Schalter den todbringenden Sturz. 500 Meter geht es dann wieder steil bergab – diesmal allerdings in nur zehn Sekunden. Dabei wird das Gefährt allein durch das Wirken der Schwerkraft auf eine Geschwindigkeit von 360 Stundenkilometern beschleunigt. Während dem Fall wird der Körper einer Kraft von zehn G, also dem Zehnfachen seines eigenen Gewichts, ausgesetzt. G-Kräfte sind hohe Belastungen, die dann auf einen beschleunigten Körper – zum Beispiel den Menschen – wirken, wenn dieser an Geschwindigkeit zunimmt und/oder die Richtung ändern. Ein untrainierter Mensch hält eine Gewichtskraft von maximal 4,5 G aus.

Die enorme Geschwindigkeit drückt das Blut während des Falls in die unteren Körperteile, weshalb das Gehirn nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Normalerweise führt ein solcher Sauerstoffmangel nur zu einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit. Da die Fahrt im Euthanasia Coaster dem Gehirn allerdings für eine ganze Minute den Sauerstoff entzieht, wird dabei die kritische Schwelle hin zur Lebensgefahr überschritten. Das Gehirn erstickt.

Anschließend folgen Sieben Loopings. Durch ihre abnehmende Größe stellen diese zum einen sicher, dass die G-Kräfte trotz Reibung und Luftwiderstand gleichbleibend sind. Zum anderen verhindern sie, dass das Blut rechtzeitig in den Kopf zurück fließen kann. Die letzte Achterbahnfahrt im Leben des einzelnen Fahrgastes umfasst eine Strecke von 7.544 Metern.

Eigene Meinung zu dem „Projekt“

Ich persönlich denke nicht, dass die Achterbahn jemals gebaut wird, da in vielen Ländern Sterbehilfe verboten ist. Jedoch denke ich, dass der Designer Julijonas Urbonas mit diesem Projekt auf das Tabuthema Sterbehilfe aufmerksam machen möchte. Er gibt keine öffentlichen Interviews zu dem Projekt.

3 Antworten

  1. Bekky sagt:

    Ach du scheiße!
    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es sowas in naher Zukunft geben könnte…

    • Steffen sagt:

      Hallo Bekki,
      wieso könntest du dir vorstellen, dass es diese Achterbahn geben wird in Zukunft?
      Ich meine, Sterbehilfe ist in vielen Ländern verboten. Selbst wenn das Projekt in einem Land gebaut werden würde, wo Sterbehilfe legal ist, kann ich mir persönlich nicht vorstellen dass die Regierung bzw. die Bauaufsichtsbehörde dieses Projekt genehmigen wird.
      Es hat zudem aktuell sehr negative Kritiken, aber auch viele Befürworter und erste Personen, die die Achterbahn „testen“ wollen…
      Nur fehlen hat die Sponsoren, die das Projekt finanzieren…

      • Bekky sagt:

        Dann halt ned, hab halt mal meinen sempf dazu geben wollen :)
        …und nachher kriegt unsere generation das doch noch mit; dann schuldesch mir a bier :D

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