Hexenverfolgung

Ein Scheiterhaufen beim Brennen

Ein Scheiterhaufen beim Brennen

Ein nicht konfessionsgebundener Wahn der Frühen Neuzeit: Auf dem Hintergrund des Christentums glaubte man an eine Verschwörung des Teufels gegen den Glauben: Mittels Hexen und Hexern, die sich Magie und Zauberei bedienten, bringe der Teufel Menschen und Tieren Schaden. Vor allem Frauen wurden zu Opfern der Hexenverfolgung.

Bereits im Mittelalter kam der Glaube an Hexen auf. Dieser Reichte bis ins 18 und 19. Jahrhundert. Warum die Menschen damals an Hexen und Hexer glaubten, daran forschen noch heute Wissenschaftler und Historiker. Gründe dafür könnten die mangelnde Bildung sein. Diese Lücke der Unsicherheit im Denken füllte sich mit Fantasie aus, die nicht wie heutzutage durch eine Recherche im Internet verdrängt werden konnte. Auch der Nachbar war von niedriger Bildung und konnte keine verlässlichen Informationen über die Nichtexistenz von Hexen von sich geben. Noch ein möglicher Grund könnte die Konventionen im Dorf gewesen sein. Der Mensch ist ein Mitläufer und ein Herdentier. Wenn viele Menschen etwas tun, tun wir es auch, weil es dann erwartet wird – das trifft zwar nicht immer zu, aber es erklärt ganz gut das Grundwesen einer „Konvention“. Und wenn Prediger eine Menschenmasse anführen, Hexen aus dem Dorf zu jagen, dann lässt man sich von seinen Emotionen leiten und macht mit, ohne Nachzudenken.

Die Verfolgung der Hexen dauerte in Europa überwiegend von ca. 1300 bis 1750. Neueren Forschungen zufolge wurden in Europa zwischen 40.000 und 60.000 Menschen Opfer der Hexenverfolgung. Auf deutschem Boden starben insgesamt etwa 25.000, allein in Süddeutschland ca. 9.000 Menschen. Etwa 80% aller Hingerichteten waren Frauen, wobei es regionale Unterschiede gab. Der letzte Hexenprozess in Deutschland fand 1749 in Würzburg statt, die letzte Hinrichtung im deutschsprachigen Raum war die einer 17-jährigen Dienstmagd 1782 im protestantischen Kanton Glarus in der Schweiz. Jedoch wurde 1836 in der Danziger Bucht die letzte vermeintliche Hexe getötet. Sie musste sich der sogenannten Wasserprobe unterziehen. Als sie nicht Unterging wurde sie gewaltsam ertränkt.

Grundsätzlich wurden Hexen auf dem Scheiterhaufen, am lebendigen Leib, verbrannt. Dazu wurde Sie an einem Pfahl gefesselt der in mitten eines Haufen Holzes stand und anschließend angezündet wurde. Manchen Hexen wurde die Gnade zuteil, vor der Verbrennung enthauptet oder erdrosselt zu werden. Es gibt aber auch Hexen, die im Gefängnis verhungerten.

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