Das Horrorhotel des H. H. Holmes

Der Serienmörder H. H. Holmes | Foto: gemeinfrei

Der Serienmörder H. H. Holmes | Foto: gemeinfrei

H. H. Holmes († 7. Mai 1896) war ein US-amerikanischer Serienmörder. Durch seine Taten im sogenannten Horrorhaus erlangte er weltweit Bekanntheit.

Seine Taten begannen in 1890 in Chicago, als er dort ein Hotel bauen lies, welches zur der Weltausstellung in Chicago von 1893, fertig erstellt wurde. Das Geld erbeutete er von jungen Frauen, die er bereits zuvor Umbrachte. In dem Haus gab es Falltüren, Geheimgänge, versteckte Räume sowie einen Keller mit Foltertisch, Säurebad und einem Raum, der mit Gas gefüllt werden konnte. Holmes nahm gerne junge alleinstehende Frauen in dem Hotel auf, die zur Weltausstellung oder um in Chicago Arbeit zu finden angereist waren. Anfragen der Familien nach dem Verbleib der Frauen blieben erfolglos. In den nächsten Jahren heiratete Holmes eine Reihe junger Frauen, die alle bald darauf ihr Leben verloren.

1894 wurde er von seinen Gläubigern gejagt, da er 50.000 Dollar schulden hatte. In Fort Worth wurde er schließlich geschnappt, als er ein Pferd stehlen wollte. Dort konnte er aus dem Gefängnis flüchten.

Erst 1895, wurde er in Philadelphia festgenommen, nachdem er im Jahr zuvor Chicago überstürzt verlassen hatte. Verurteilt wurde er wegen neun Morden und sechs Mordversuchen in Chicago, Indianapolis und Toronto, die ihm nachgewiesen werden konnten. H. H. Holmes wurde am 7. Mai 1896 morgens um etwa 10 Uhr im Philadelphia County Prison am Galgen hingerichtet. Zuvor hatte er in einem Zeitungsinterview, für das er 7.500 Dollar bekommen hatte, 27 Morde gestanden.

Das Horrorhaus erlangte rasche Bekanntheit, da der ehemalige Polizeibeamte A.M. Clark es anmietete, um es in ein Museum umzuwandeln. Wenige Tage vor der Eröffnung brannte der Gebäudekomplex aus ungeklärten Gründen ab.

In der modernen Popkultur wurde das Horrorhaus von H. H. Holmes unter anderem von Subway to Sally auf Ihrem Album Mitgift thematisiert. Außerdem gab es in zahlreichen Serien und Filmen Anspielungen auf H. H. Holmes und sein Hotel. Auch Bücher thematisieren die Geschichte des Serienmörders, beispielsweise Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein.

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