Stigmata

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Pater Pio als Jugendlicher mit seinen Brandmale an den Händen
Pater Pio als Jugendlicher mit seinen Brandmale an den Händen

Stigmatisation bezeichnet das Auftreten der Wundmale Christi am Körper eines lebenden Menschen.

Bereits in der Bibel werden Stigmata erwähnt. Im Brief des Apostels Paulus an die Galater werden die Wundmale erwähnt, wobei allerdings die Deutung dieser „Zeichen“ unsicher ist und sie vermutlich nicht äußerlich sichtbar waren.

Erste nachweisliche Wundmale trug Franz von Assisi, der Begründer des Franziskaner Ordens. Seine Stigmatisation soll sich am 17. September 1224 ereignet haben. Nach und nach werden weitere Fälle von Stigmatisierten bekannt. Auch bei Pater Pio, einem italienischen Ordenspriester, zeigten sich Wundmale. Wie Untersuchungen herausstellen, fügte Pio sich die Brandwunden selber zu.

Man geht davon aus, dass es zwei Arten von Stigmata gibt – die verteufelte und die göttliche. Verteufelt sind die Personen, die ihre Stigmata nach Außen hin tragen, um Kapital aus ihrem Leiden zu schöpfen. Die Göttlichen jedoch sind diese, die erhaben über die Gier und den Ruhm sind.

Die Herkunft der Stigmata umstritten. Einige Mediziner und Theologen gehen von einer überwiegend natürlichen, psychogenen Ursache der Stigmatisation aus. Andererseits gelang es  Untersuchungen zufolge nicht, auch nur einen einzigen Fall zu finden, in dem das Einsetzen von Blutungen beobachtet werden konnte.

Quellen: Bibleserver, Wikipedia, Bild: Pater Pio via Commons, Titelbild: theunexplainedmysteries.com 

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