Eine Miltärische Übung mit Leuchtkugeln

Die Greifswalder-Lichter

Das Ereignis unter der Bezeichnung Greifswalder-Lichter fand am 24.August 1990 an einer Bucht in der Ostsee statt. Doch was die etwa hundert Personen dort am Himmel gesehen haben wirft heute noch fragen auf. 

Beschreibung

Am Abend des 24. August 1990 sahen über hundert Personen helle Lichtkugeln über den Greifswalder Bodden. Die ersten Sichtungen wurden gegen 20:15 gemacht und dauerten an bis 21:00. Die Kugeln wurden als „gleißend hell“ mit rötlich-weißem Licht beschrieben und waren von Usedom, Rügen und Orten zwischen Rostock und Neubrandenburg zu sehen. Die Objekte waren in zwei Gruppen von je 6–7 Lichtern aufgeteilt. Es wurden vier Videofilme und diverse Fotografien angefertigt. Keiner der Videofilme zeigt den Vorfall in ganzer Länge, sondern jeweils nur einige Minuten. Auch haben die meisten Zeugen nur einen Teil der Zeit das Phänomen beobachtet.

Die Objekte schwankten leicht, blieben ansonsten bewegungslos. Auf den Filmen sind von Zeit zu Zeit kleine Lichtblitze zu erkennen. Zumindest einmal ist eine der Gruppen erloschen und dann ca. eine Minute später an anderer Stelle wieder aufgetaucht. Ob dies mehrmals geschah, ist umstritten. Auch ob es vereinzelt Flugbewegungen der Lichtkugeln gegeben hat, ist umstritten. So berichtete ein Zeuge, es flogen „kleinere Objekte von den Formationen fort, stoppten kurze Zeit und flogen wieder in sie hinein“. Konsens besteht darin, dass die letzten Objekte gegen 21:00 Uhr erloschen.

Unterschungen deutscher Ufo-Vereine

Die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchungen von Parawissenschaften (GWUP) geht einem Bericht zufolge davon aus, dass es sich bei den Ufo-Sichtungen um militärische Übungen im Rahmen des Warschauer Pakts handelte. Die Erklärung besagt, dass Leuchtkugeln als Übungsziele für Infrarot-Raketen oder ähnliche Geschosse in die Luft gebracht wurden. Diese Ziele würden dann an Fallschirmen mehrere Minuten zu Boden schweben und dabei das entsprechende Leuchtverhalten zeigen. Die Kugeln hätten maximal 10 Minuten geleuchtet und seien dann durch neue Ziele ersetzt worden. Flugbewegungen hätte es nicht gegeben, allerdings Geschosse, die versuchen die Ziele zu treffen. Diese Erklärung stützt sich auch auf Aussagen eines ehemaligen NVA-Offiziers, der an ähnlichen Übungen teilgenommen haben will.

Einige Forscher wie die der UFO-Forschungsvereine Mutual UFO Network – Central European Society (MUFON-CES) und DEGUFO widersprechen den Erklärungen von Übungszielen. Die Kugeln hätten wesentlich länger als 10 Minuten am Himmel gestanden und könnten demnach keine Übungsziele sein, da es solche lang brennenden Ziele nicht gebe. Außerdem widersprächen die von einigen Zeugen berichteten Flugbewegungen der Erklärung von Übungszielen an Fallschirmen.