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Die Teufelsbrücke

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In der Nähe von Sigmaringen, in der kleinen Gemeinde Inzigkofen, trifft man eine mystische Atmosphäre. Doch was macht diese Atmosphäre aus, woher kommt Sie? Steffen hat diesen mythischen Ort besucht.

In Inzigkofen gibt es, tief versteckt außerhalb von der Ortschaft, einen Felsen an der Donau. Dieser ist nach einer französischen Prinzessin benannt. Nicht weit weg, findet man eine Brücke mit dem außergewöhnlichen Namen „Teufelsbrücke„. Woher die beiden Namen kommen möchte ich herausfinden und fahre nach Inzigkofen.

Bevor ich überhaupt nach Inzigkofen gefahren bin, dachte ich mir, ein wenig Input an der Quelle zu holen: Dem Schloss Sigmaringen. Dort hauste einst Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg, nachder der Amalienfelsen benannt ist.

Viel wurde über bei der 1 stündigen Führung nicht über Sie erzählt. 1784 kam Amalie Zephyrine zum ersten Mal von Paris nach Sigmaringen, empfand jedoch das Leben in der kleinen Residenzstadt an der Donau als „unerträglich einengend“. Paris war schon Ende des 18. Jahrhunderts eine Großstadt, Sigmaringen hatte dagegen kaum 1000 Einwohner. Bereits ein Jahr später, zehn Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Karl, floh sie als Mann verkleidet aus der oberschwäbischen Provinz nach Kirn zu ihrem Bruder Friedrich III. von Salm-Kyrburg und dessen Frau Johanna, einer geborenen Prinzessin von Hohenzollern-Sigmaringen, der Schwester ihres Mannes Ihren Sohn ließ sie zurück.

Nach der Führung war ich nun gespannt drauf, was mich in Inzigkofen erwartet.

Der Amalienfelsen: Eine (unwahre) Sage

Der Amalienfelsen bei Inzighofen. Die Inschrift lautet: "Andenken an Amalie Zephyrine aus dem Jahr 1841"
Der Amalienfelsen bei Inzighofen. Die Inschrift lautet: „Andenken an Amalie Zephyrine aus dem Jahr 1841“

In Inzighofen angekommen machte ich mich auf zum Amalienfelsen. Ein kleiner, schmaler Fußweg führte mich dorthin. Etwas steinig und steig war der Weg. Nach etwa 10 Minuten, war ich angekommen. Und hier beginnt die erste Sage, die ich euch in diesem Beitrag erzählen will: Mit der romantischen Felspartie verbindet sich die Sage, dass sich Amalie Zephyrine von hier auf einem Schimmel aus Liebeskummer in die Fluten der Donau gestürzt habe. Daher soll diese Inschrift an Sie gedenken. Das ist jedoch falsch denn Sie starb sie am 17. Oktober 1841 im für damalige Zeiten hohen Alter von 81 Jahren an einer Krankheit.

Der Wahre Grund für das Andenken ist, dass Sich Amalie sehr für Inzgkofen eingesetzt hat. Sie hat den Bau eines Fürstlichen Parks in Inzighofen in Auftag gegeben, weshalb sich die Inzigkofner mit dem Andenken bedanken wollten.

Die Teufelsbrücke

Die Teufelsbrücke

Über der „Höll“-Schlucht liegt die Teufelsbrücke. Diese markante Steinbrücke wurde 1895 erbaut. Die Brücke, deren Benennung wohl auf die Schweiz-Begeisterung der Romantik zurückgeht und von der echten Teufelsbrücke beim Gotthardpass abgeleitet ist, wird alsbald mit einer Sage ausgeschmückt, wonach der Baumeister den ihm bei der Brückenkonstruktion hilfreichen Teufel bei der Einforderung des „Lohns“ zu überlisten vermochte.

Es lohnt sich jedenfalls, die kleine Gemeinde auf der Schwäbischen Alb zu besuchen. Alleine schon diese mystische Atmosphäre ist einfach herrlich. Außer diesen zwei Sehenwürdigkeiten gibt es selbstverständlich noch mehr zu besichtigen. Erst vor kurzem wurde hier eine Hängebrücke eröffnet, die über die Donau führt. Also, fahrt doch mal nach Inzigkofen ;)

Galerie

 

Quellen: Infotafeln Fürstliche Anlagen Inzigkofen,
Fotos: Steffen Stanischa 

Bildquellen

  • DSCN5492: Steffen
  • Steffen auf der Teufelsbrücke: Steffen

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