Weitere 3 Bilder, die verstörend sind

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Head inside Shirt von Roger Ballen

Wenn man den Titel nicht kennt, kann das Bild schon etwas verstörend wirken. Die Fotografie wurde von Roger Ballen, einem amerikanischen Fotografen aufgenommen, der es für seine Kollektion „Shadow Chamber“ – zu deutsch Schattenkammer – verwendete. Laut Eigenbeschreibung der Kollektion möchte der Fotograf die „metaphorische Dimension des Dasein“ damit aufzeigen.

Das Bild wurde, angeblich, auch in dem Horrorspiel Sad Satan verwendet, welches 2015 veröffentlicht wurde.

Die Totenköpfe unter Paris

Unter Paris findet man Katakomben, die ziemlich Strange sind. Hier sind die Wände mit Totenköpfen dekoriert.

Ende des 18. Jahrhunderts ergab sich ein Problem: Die wachsende Bevölkerung, Seuchen und Hungersnöte führten zu einer Überfüllung der Pariser Friedhöfe. Die Ruhefristen für Verstorbene verkürzten sich zusehends, weil dringend Platz für neue Tote geschaffen werden musste. Das Exhumieren nur halb verwester Leichen führte zu katastrophalen hygienischen Zuständen. 1779 erstickten angeblich mehrere Bewohner der Rue de la Lingerie am Gestank, der von dem benachbarten Cimetière des Innocents herüber wehte. So wurde behördlicherseits verfügt, dass der Friedhof zu räumen und zu schließen sei. Die dort exhumierten Gebeine wurden ab 1785 in die Katakomben überführt. Durch einen Schacht in der Avenue René-Coty wurden sie in die Tiefe versenkt. Später wurden auch die Friedhöfe von St-Eustache de Paris und Saint-Landry geräumt. Zunächst bei der Vorgehensweise etwas unorganisiert, begannen die Totengräber schließlich damit, Schädel und Knochen aufzuschichten und ihnen durch bestimmte Anordnung ein dekoratives Element zu verleihen. Gedenktafeln und Holzkreuze kennzeichneten die Herkunftsfriedhöfe.

Heute ist ein kleiner Teil der Katakomben – ca. zwei Kilometer – als Museum ausgebaut und für Besucher zugänglich. Der Hauptteil bleibt jedoch unzugänglich, weil er zur Verlegung von Versorgungsleitungen genutzt wurde.

Leonid Rogozov

Leonid Rogozov wurde weltberümt durch eine Operation an sich selber. Geschehen ist das am 29. April 1961 als Ihm Übelkeit, erhöhte Körpertemperatur und Schmerzen im rechten Unterbauch überkam. Am nächsten Tag bekam er die Symptome Bauchfellentzündung, die auf eine Blinddarmentzündung hindeuteten. Da er der einzige Arzt einer insgesamt 13-köpfigen Antarktis-Expedition war, konnte er vor Ort keine Hilfe in seinem lebensbedrohenden Zustand erwarten. So beschloss er sich selber mit einer lokalen Betäubung.

Zeitweise blickte Rogosow für die Operation in den Spiegel, teilweise arbeitete er nur nach Gefühl, indem er mit seinen nackten Händen in der OP-Wunde tastete. Er entfernte den entzündeten Blinddarmfortsatz und applizierte Antibiotika in die Bauchhöhle. Der entzündete Wurmfortsatz stand kurz vor der Perforation (nach anderen Angaben wies er an der Basis bereits eine etwa 2 mal 2 cm große Perforation auf).

30 bis 40 Minuten nach OP-Beginn entwickelte sich bei Rogosow eine starke allgemeine Schwäche mit Schwindelgefühl. Deshalb musste er während der Operation eine kurze Erholungspause einlegen. Nach insgesamt 1 Stunde und 45 Minuten war die Operation beendet.

Zwei Wochen nach der Operation konnte er seinen Aufgaben im Expeditionsteam wieder nachgehen. Rogosow starb im Alter von 66 Jahren, 39 Jahre nach seiner Riskanten Operation, in Sankt Petersburg an postoperativen Folgen nach einer Operation wegen eines Bronchialkarzinoms.

Was haltet Ihr von den Bildern? Findet Ihr Sie Verstörend oder Unangenehm? Was haltet Ihr von der Operation von Leonid Rogozov? Schreibt es in die Kommentare!

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