Albtraum oder Vorahnung: Das Buch „Der Untergang der Titan“

Der für unsinkbar gehaltene Dampfer rammt einen Eisberg und geht unter. Was nach der «Titanic» klingt, war die «Titan» in der Literatur. Aber: Das Buch erschien lange vor dem Untergang. Hat der Autor Morgan Robertson (1861–1915) eine Vorahnung im Traum gehabt oder war das alles nur Zufall?

Der Untergang der Titanic, von Willy Stöwer | Foto: (c) gemeinfrei

Der Roman klingt wie eine schlechte Kopie der berühmtesten Schiffskatastrophe der Welt: Es geht um das größte Schiff seiner Zeit, das angeblich unsinkbar ist. Doch in einer kalten Aprilnacht rammt der schnelllaufende Dampfer im Nordatlantik einen Eisberg. Weil für die etwa 2500 Menschen an Bord viel zu wenig Rettungsboote an Bord sind, sterben die meisten von ihnen. Selbst der Name des Dampfers «Titan» klingt schlecht kopiert von «Titanic». Der Schönheitsfehler: Der Roman erschien schon 1898 – 14 Jahre vor dem Untergang der »Titanic«.

Es gibt paraellen zwischen dem echten Vorfall der RSM Titanic und dem Fiktionalen Schiff aus dem Buch. Beide galten als unsinkbar. Außerdem waren beide Schiffe aus Stahl gebaut, hatten drei Propeller und zwei Masten. Zudem hatten Sie wasserdichte Schotten; Die Titan hatte 19, die Titanic 16. Weiter Verfügten beide Schiffe über zuwenig Rettungsboote und Ihre letzte Fahrt war im April. Selbst bei der Länge sind Sie sich fast Identisch: Titanic 269 Meter, Titan 244 Meter.

FUN-FACT:
Die Parallelen des Romans zum Titanic-Schiffsunglück wurde in der Folge 5 der 2. Staffel der Fernsehserie X-Factor: Das Unfassbare aufgegriffen, der Name des Autors wurde jedoch in Harris Fisher abgeändert

Anhänger des Übernatürlichen führen die vielen Übereinstimmungen ins Feld, um die Annahme zu bekräftigen, bei Robertson handele es sich um einen wahrhaftigen Propheten.

Es gilt allerdings zu bedenken, dass der größte Teil der Geschichte den damals üblichen Geschehnissen entspricht und Schiffsunglücke und Zusammenstöße mit Eisbergen vergleichsweise häufig passierten. Manche behaupten, der Schiffszusammenstoß des Passagierdampfers Elbe mit dem Kohledampfer Crathie im Jahre 1895 und die Kollision der Arizona mit einem Eisberg hätten Pate gestanden.

Bereits 18 Jahre vor der Veröffentlichung des Romans gab es ein eisernes Dampfschiff namens Titania, das am 9. Juli 1880 nach Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik innerhalb von drei Stunden sank

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