Weitere 4 Verstörende Bilder aus der realen Welt

Die Welt ist grausam, aber auch Interessant – und es entstehen immerwieder Fotografien die auf Ihre Art und Weise merkwürdig gruselig sind. 

Die Serie „Bilder und Ihre Geschichten“ zeigt Einblicke in die Welt von Fotografen und die Hintergrundgeschichten zu Fotos. Nach langer Zeit lassen wir dieses Format wieder aufleben. 

Achtung: Nachfolgende Bilder könnten verstörend wirken!

Josephine Corbin

Josephine Myrtle Corbin war eine außergewöhnliche Frau. Sie litt unter Dipygus, einer Doppelfehlbildung mit Verdoppelung des Beckens und beider Beine. Die Knochen gehörten zu ihrem Zwilling, der sich jedoch im Mutterleib nicht richtig entwickelte, was dazu führte, dass sie zusammenwuchsen.

Ab dem 13 Lebensjahr war Sie auf sogenannten Freak Shows bei verschiedenen Jahrmarkt-Veranstaltungen tätig. Dort bekam Sie Ihren Beinamen „Die vierbeinige Frau“.

Corbin war verheiratet und hatte, trotz Ihrer außergewöhnlichen Krankheit 5 Kinder geboren, zwei aus der ersten, drei aus ihrer zweiten Vagina. Sie verstarb am 6. Mai 1928 im Alter von 59 Jahren. Mehrere Menschen sollen, nach Aussagen der Familie, Geld geboten haben um Ihre Leiche ausstellen zu dürfen.

 

Der mumifizierte Weltumsegler


2016 ging die Schlagzeile eines deutschen Seglers um die Welt. „Mumifizierter deutscher Segler gefunden“. Manfred B. war Weltenbummler, der bereits 2008, noch mit seiner Frau, lossegelte. Jedoch 2014  starb seine Frau und Manfred segelt alleine weiter.

Fischer fanden 2016 die bereits mumifizierte Leiche von Manfred B. im Funkraum seines 13 Meter langen Schiffs knapp 100 Kilometer vor der Südphilippinischen-Küste der Provinz Surigao del Sur. Der Mann habe bis zuletzt am Funkgerät gesessen. Es wirkt, als habe er bis zuletzt versucht, Hilfe herbeizurufen. Der Autopilot war eingeschalten. Manfred B. starb, laut Autopsie an einem Herzinfarkt.

 

Leonid Rogosow


Leonid Rogosow war sowjetischer Chirurg der durch eine Operation Bekanntheit erlangte: Seine eigene.

1961 war Rogosow mit einem Team aus 13 Personen in der Arktis für Forschungsarbeiten unterwegs, als er am 29. April 1961 Übelkeit, erhöhte Körpertemperatur und Schmerzen im rechten Unterbauch bemerkte. Am darauffolgenden Tag bekam er die Symptome einer lokalisierten Bauchfellentzündung, die auf eine Blinddarmentzündung, genauer Wurmfortsatzentzündung, hindeuteten kam er zu dem Entschluss umgehend die Operation vor Ort an sich selber durchzuführen. Lediglich zwei Mitarbeiter standen Ihm zu Verfügung – einer der Ihm die notwendigen Instrumente reichte – und einer der einen Spiegel hielt. Zu dieser Zeit war Rogosow noch kein Chirurg, sondern schrieb an seiner chirurgische Facharztausbildung. Nach insgesamt 1 Stunde und 45 Minuten, mit einer Erholungspause wegen Schwindelgefühl, war die Operation beendet. Nach zwei Wochen konnte er seiner Arbeit im Expeditionsteam wieder nachgehen.

Rogosow starb im Alter von 66 Jahren in Sankt Petersburg an postoperativen Folgen nach einer anderen Operation.

Rogosow ist im übrigen, nachweislich, der zweite Mensch, der eine Operation an sich selber durchführte. Bereits am 15. Februar 1921 hat Evan O’Neill Kane, ebenfalls Chirurg, sich selber den Blinddarm entfernt. 11 Jahre selber hat Kane sich selber wegen eines Leistenbruches operiert.

 

Blanche Monnier – Eingesperrt und Ausgehungert

Blanche Monnier liebte einen Mann, doch Ihre Mutter konnte Ihn nicht leiden. Nachdem Blanche als verschwunden galt, dachten Nachbarn, dass Sie mit Ihm abgehauen sei.

Doch nach 25 Jahre wurde Blanche von der Polizei, im Jahr 1901, gefunden – gefesselt und ausgehungert auf dem Dachboden der Mutter. Erst durch einen anonymen Hinweis kam man auf Ihre Spur.  Blanche wog, als Sie gefunden wurde, weniger als 30 Kilogramm und lag nackt auf Stroh, das mit Fäkalien, Ungeziefer und Essensresten bedeckt war. Auf ihrer Haut hatte sich eine harte Kruste aus Schmutz gebildet, in der Maden wimmelten, und es herrschte ein unerträglicher Gestank. Die Frau konnte nur unverständliche Laute von sich geben

Die Mutter, Louise Monnier wurde wegen Freiheitsberaubung und fortgesetzter Vernachlässigung festgenommen. Die Mutter starb 15 Tage nach ihrer Verhaftung an einem Herzinfarkt; bei ihrer Beerdigung kam es zu lautstarken Beschimpfungen der Toten.

Blanche Monnier starb 1913 im Alter von 64 Jahren in einer psychiatrischen Klinik in Blois.

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